Wen treffen Brandanschläge?

Verschiedene Zeitungen berichten heute (u.a. hier) darüber, dass einige Fahrzeuge meines Unternehmens angezündet wurden und es sich dabei um Taten der linksextremen Szene handeln soll. Wer das war, darüber werde ich nicht spekulieren. Es gilt das hohe Gut der Unschuldsvermutung. Alles Weitere klären die Ermittlungsbehörden – so wie sich das in einem Rechtsstaat gehört.

Dass die Fahrzeuge nicht zur Verfügung stehen, ist ärgerlich. Die Arbeit der Kollegen wird dadurch ungleich schwieriger. Das sind übrigens keine Nummern, sondern Menschen. Menschen mit Familie, die mit der Arbeit in unserem Team Geld verdienen und damit den Lebensunterhalt sichern, etwas für die Ausbildung der Kinder beiseitelegen oder für den nächsten Urlaub.

Die Autos sind selbstverständlich versichert. Heißt: Ersatz des Schadens und der Fahrzeuge. Davon profitieren dann Autokonzerne. Die sind meist börsennotiert. Aber spannender ist die Frage des Schadensersatzes. Das machen Versicherungen. Und wissen Sie, wie Versicherungen funktionieren? Da werden individuelle Risiken durch ein Kollektiv abgesichert. Ganz praktisch: Jeder Versicherungsnehmer zahlt ein und wenn es zu einem Schaden kommt, dann wird der Schaden durch die Versicherung aus den Beiträgen aller (das Kollektiv) ersetzt. Die Beiträge werden anhand von Risikoeinschätzungen festgelegt. Steigen die allgemeinen Risiken, steigen die Beiträge für alle.

Konkret: Mehr Brandanschläge bedeuten ein höheres Risiko und höhere Beiträge. Die zahlt dann natürlich auch mein Unternehmen. Aber die zahlt auch die alleinerziehende Mutter oder der Großvater mit vier Enkelkindern. Oder anders: Den Schaden hat auf den ersten Blick die CG Gruppe. Am Ende zahlen wir aber alle für diese Form der „Debatte“. Ist das fair?

Nahkampf?

Die Berliner Woche schrieb jüngst von mir im „Nahkampf“. Ich weiß nicht, was sich der Autor Thomas Frey unter Nahkampf vorstellt. Aber das war es sicher nicht. Ja, die Worte waren engagiert. Ja, die Worten waren teils auch laut. Aber „Nahkampf“ war das sicher nicht – allerdings auch keine Diskussion. Denn zu einer Diskussion gehört, dass man sich zuhört. Genau das vermisse ich in der Debatte zur Entwicklung in der Rigaer Straße. Ich bringe wieder und wieder meine Argumente vor und fühle mich ein bisschen an Little Britain erinnert:

Trotzdem komme ich zu solchen Termine. Denn nachdem die selbsternannten Aktivisten das Feld verlassen hatten, gab es tatsächlich noch einige interessante Diskussionen…

„Christoph Gröner lässt die Maske fallen“

Bekanntlich entwickeln wir mit der CG Gruppe in der Rigaer Straße in Berlin das „Carré Sama Riga“.  Am Sonnabend fand daher auf dem Gelände eine Bürgerveranstaltung statt. Dankenswerterweise hat „Real Bounty“ einen Mitschnitt davon auf Youtube gestellt:

 

Ein ganz guter Einblick, wie „Diskussionen“ mit einigen sogenannten Aktivisten ablaufen. Es geht denen nicht um Austausch von Meinungen, Ansichten und Fakten. Es geht ums Niederbrüllen von Personen, die man schon vor langer Zeit in eine bestimmte Schublade gesteckt hat. Es geht ums Niederbrüllen von allem, was nicht der eigenen Meinung und den eigenen Zielen entspricht. Und das nennen sie dann Toleranz. Ich nenne es Egoismus.