Am digitalen Bauen kommt niemand mehr vorbei

Gestern vorgestellt: YTWO und die CG Gruppe vereinbaren eine strategische Kooperation. Neben RIB ist Flex wichtiger Partner dieser Zusammenarbeit in Sachen digitales Bauen. Ich halte das für die Zukunft schlechthin.

Mich überrascht eher, dass wir mittlerweile Operationsroboter aus der Ferne steuern und so am lebenden Menschen Eingriffe vornehmen können, ohne dass der operierende Arzt daneben steht, und gleichzeitig beim Bauen vieles noch analog läuft.

Dabei ist das Bauen selbst – einfach gesagt – nicht viel was anderes als Lego. Sehr logisch, mit Zahlen unterlegbar. Es wird ja auch alles berechnet und nicht in blumigen Worten in Reimform beschrieben. Der nächste Schritt ist völlig logisch: Über Schnittstellen lässt sich die digitalisierte Idee mit Verfügbarkeiten und Preisen unterlegen. Viele Arbeitsschritte sind längst standardisiert und auch – allein schon aus Haftungsgründen – von Materialherstellern auch mit Zeiten unterlegt. Da weiß ich, wie lange es dauert auf einen Estrich den Bodenbelag zu legen. Ich weiß auch, wie lange Transporte von Bauteilen über eine normale Autobahn dauern. All das zu kombinieren und Bauen zu einer Serienfertigung zu machen, bei dem alles durch Software geplant ineinander greift, finde ich ungemein spannend – auch weil es die politisch in die Höhe getrieben Baukosten reduziert. Wer diesen Trend verschläft, der wird in 10 Jahren vielleicht noch als Nieschenanbieter am Markt sein – so, wie der noch komplett selbst nähende Maßschneider mit überschaubarem Kundenkreis.

Intern erledigen wir im Unternehmen heute schon fast alles digital. Nur der Schritt hin zum digitalen Bauen fehlte noch. Mein Ziel: Deutschlands erster komplett digital arbeitender Immobilienentwickler.